Tarifvertrag länder arbeitszeit

Angesichts der kontinuierlichen Sinkender Gewerkschaftsdichte sowohl in Japan als auch in den USA ist die Agenda der Tarifverhandlungen konkreter geworden. So verpflichtete sich beispielsweise der japanische Gewerkschaftsbund (Rengo) bei den jährlichen Lohnverhandlungen des Landes im Frühjahr 2007 zu besseren Lohnerhöhungen und zur Anhebung des Lohnniveaus von unteren Einkommensgruppen wie Kleinunternehmern und Teilzeitbeschäftigten. Eine weitere Priorität für Rengo war der Abschluss von Vereinbarungen über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, die darauf abzielen, die Arbeitszeit zu verkürzen, die Gleichstellung zu erhöhen und die Lohnverteilungsrate umzukehren. Die anhaltenden und besonderheitenden Merkmale der verschiedenen oben genannten Wirtschaftsbereiche zeigen deutlich, wie der Rechtsrahmen und die Maßnahmen der Sozialpartner auch in Bezug auf die Arbeitsorganisation noch einen Unterschied machen können – selbst in einer globalen Wirtschaft, die einen ähnlichen Wettbewerbsdruck auswirflößt. In dieser Hinsicht scheinen sowohl in der EU als auch in Japan, mit allen nationalen Unterschieden und Merkmalen, die institutionellen Rahmenbedingungen der gegenseitigen Anpassung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen förderlicher zu sein. Dies ist auf die erhebliche Regelung der Arbeitszeit zurückzuführen, die den Arbeitgebern jedoch Zugang zu einigen wichtigen Flexibilitätsinstrumenten bietet, und auf die Anerkennung der entsprechenden Rolle der Arbeitsbeziehungen, die den Beitrag der Sozialpartner erfordert. Die FLSA verweist nicht auf Arbeitspausen, und es gibt keine Bundesverordnung, die Kaffee- oder Essenspausen am Arbeitsplatz vorschreibt. Einige Rechtsvorschriften auf staatlicher Ebene sehen Arbeitspausen nach einer bestimmten Arbeitszeit vor. Dies ist beispielsweise im BUNDESSTAAT Colorado der Fall, wo Arbeitgeber nach fünf aufeinanderfolgenden Arbeitsstunden eine Pause von 10 Minuten alle vier Stunden Arbeit und eine halbe Stunde Essenspause garantieren müssen.

Schichtarbeit ist in China offenbar viel häufiger als in den anderen Volkswirtschaften, die in dieser Studie überprüft werden: Die oben genannte IAO-Umfrage ergab, dass 2004 etwa 36 % der Arbeitnehmer in China Schichtarbeit leisteten. Die hartnäckigste Art der Schichtarbeit war das Zweischichtsystem, aber im verarbeitenden Gewerbe waren Dreischichtsysteme bei fast der Hälfte aller Schichtarbeiter beliebt. Für Brasilien liegen keine Daten über die Häufigkeit von Schichtarbeit vor. Es könnte jedoch interessant sein, festzustellen, dass Schichtarbeit durch die brasilianische Verfassung geregelt ist, die vorsieht, dass bei rotierenden Schichten jede Schicht nicht länger als sechs Stunden sein darf. In den folgenden Abschnitten hebt diese Studie hervor, wie unterschiedliche institutionelle Rahmen diese beiden Dimensionen betonen.

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