Tarifvertrag bäckerhandwerk deutschland

Tweede Kamer (2016) Bericht über die Zukunft von Tarifverträgen, Parlament, Sitzungsjahr 2015-2016, Nummer 51, 4. Februar 2016, verfügbar bei www.overheid.nl Fight for 12: Der Tarifvertrag in der deutschen Fastfood-Industrie läuft Ende 2019 aus. Die Tarifverhandlungen beginnen am 4. Dezember in Berlin. 120.000 Mitarbeiter von Fast-Food-Restaurants können derzeit nicht von ihren Löhnen leben und fordern eine Gehaltserhöhung auf 12 Euro pro Stunde. Dieses Abkommen ging jedoch weit über die meisten dreiseitigen Abkommen hinaus, da es um die Anpassung der Wirtschaft an die globale Finanz- und Eurozonen-Schuldenkrise ging und auch Bereiche wie die öffentliche Verwaltung und die Besteuerung umfassten. Das Wassenaar-Abkommen von 1982 ist bis heute das Paradebeispiel für die Lohnkoordinierung. Sie brach effektiv die Lohn-Preis-Spirale, die damals die Wirtschaft lahmlegten, und läutete eine längere Periode der Preisstabilität und des starken Wirtschaftswachstums ein. Die Vereinbarung wurde zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen getroffen, wurde aber auch von der Regierung unterstützt, z.B. mit Steuererleichterungen, die die negativen Auswirkungen der Lohnzurückhaltung auf das Nettoeinkommen dämpften. Seitdem gab es mehrere andere Fälle, in denen die Sozialpartner auf nationaler Ebene darauf abzielten, die Lohnfestsetzung insbesondere in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren zu beeinflussen, oft mit Demdruck der Regierung (unter anderem durch die Drohung, keine Verlängerungen zu gewähren). Zentrale Lohnempfehlungen in diesen Jahren dienten als wichtiger Beitrag zu Denkollektivverhandlungen (Van Houten, 2008).

Dieses Papier soll zur jüngsten politischen Debatte über Die Reform der Tarifverhandlungen beitragen, indem die jüngsten Reformen des portugiesischen Systems mit den schrittweisen Veränderungen seit Anfang der 80er Jahre verglichen werden, die in den Niederlanden stattgefunden haben, wobei die Vorherrschaft der sektoralen Verhandlungen erhalten bleibt.3 Ein Vergleich der niederländischen und portugiesischen Systeme ist aus drei Hauptgründen aufschlussreich. Erstens haben die Tarifverhandlungssysteme der beiden Länder viele wichtige Merkmale: i) Die Tarifverhandlungen auf Sektorebene sind vorherrschend; ii) Die Tarifverhandlungen sind sehr weit verbreitet und decken etwa drei Viertel der Erwerbsbevölkerung ab; iii) die Gewerkschaftsdichte ist mit 20 % oder weniger der Erwerbsbevölkerung recht gering; iv) Verwaltungsverlängerungen von Tarifverträgen sind ziemlich wichtig. Folglich könnte man argumentieren, dass beide Systeme relativ zentralisiert sind. Hijzen, A & PS Martins (2016) Keine Verlängerung ohne Vertretung? Die Leser, die an einem Vergleich der Tarifverhandlungssysteme in allen OECD-Ländern interessiert sind, werden an die OECD (2017) verwiesen. Im Jahr 2009 wurde ein erster Versuch der Dezentralisierung unternommen, als Betriebsräte in Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten das Recht erhielten, formelle Tarifverhandlungen zu führen, jedoch nur, wenn dies von den Gewerkschaften genehmigt wurde. Darüber hinaus hatten die daraus resultierenden Vereinbarungen auf Unternehmensebene Vorrang vor sektoralen Vereinbarungen, auch wenn einige Standards niedriger waren, wenn auch vermutlich nur im Rahmen einer allgemeinen Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

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